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Sagas

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Books of Sagas

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Here are 3 random sagas from our database.

Die St. Florinskirche zu Koblenz

Legend number: 158 in Sagen und Geschichten des Moseltals

Die Florinskirche steht von den Koblenzer Kirchen der Mosel am nächsten, aber das mittelalterliche Koblenz war. so klein, daß auch diese Kirche außerhalb der Stadt lag. Das Stift zu St. Florin ist 949 von der Königin Mathilde, Heinrichs I. Gemählin, gegründet, doch ist der jezige Bau nicht mehr der erste St. Florin ist eine romanische Kirche mit zwei Türmen an der Westfassade, erweitert durch einen gotischen Chor und in spätgotischer Zeit erst eingewölbt. Die Kirche ist genannt nach dem heiligen Florin, den nach Simrocks Scherzwort die Christen aller Konfessionen, ja sogar die Juden verehren. Wer in der Markrechnung groß geworden ist,. versteht den Wiß vielleicht gar nicht. Die Gebeine Florins sind wahrscheinlich vom deutschen König Heinrich I. nach Koblenz geschenkt worden. Dieser gau geboren, jedoch war sein Vater ein Britte und seine Mutter eine Jüdin, mit der auf einer Pilgerfahrt nach Rom Florins Vater sich vermählt hatte. Das Ehepaar hätte dann in Tirol sich angesiedelt. Florin selbst war Pfarrer zu Remüs in Rhätien und ist wegen seiner Frömmigkeit heilig gesprochen worden. Wann er gelebt hat, ist unbe-. kannt. Heinrich I. hat bei einer Anwesenheit zu Remüs einen Teil der Gebeine des Heiligen sich dort geben lassen. An der Florinskirche war Pfarrer der berühmte Nikolaus von Cues (j. oben Seite 72) . In der französischen Zeit in ein Heumagazin nebst Pferdestall verwandelt, hat die preußische gelischen Gottesdienst herrichten lassen. Die unförmlichen Turmhauben sind ein Werk des 18. Jahrhunderts.


Location: Remüs





Friedrich Spee

Legend number: 41 in Trier und seine Umgebung in Sagen und Liedern

Friedrich Spee. Ein schöner Frühlingsmorgen lacht Mit wolkenloser Helle, Der edle Pater Spee erwacht In seiner stillen Zelle; Gefleidet steht Er zum Gebet, Kniet hin zum Morgensegen, Hält unverwandt Gemüth und Hand Dem Crucifir entgegen. Er geht zur Kirche andachtwell, Er prangt im Meßtalare, Bringt Gott den wärmsten Liebe-Zoll Zum Opfer am Altare. Er schwingt sein Herz Dann himmelwärts, Anbetend im Brevire. Voll heil'ger Gluth Tritt wohlgemuth Er jezt zur Kirchenthüre. Gr tritt in Gottes Welt hinaus, Umweht von Frühlingslüften, Die Welt ist ihm ein Gotteshaus Mit tausend Flammenschriften. Noch liegt die Stadt, Vom Schlummer matt, Die Straßen sind noch öde, Die Vögel zieh'n, Die Thürme glüh’n Im Strahl der Morgenröthe. So wallt der edle Ordenssohn, In frommer Wehmuth Fülle, Zum Thore bei St. Simeon, Durch Triers Morgenstille. Frühglockenklang Verschönt den Gang Ihm auf dem stillen Wege. Das klingt so hehr, Und immer mehr Wird seine Sehnsucht rege. St Marien. Spee tritt vor's Thor, der Frühling webt In Hecken und Alleen, Die Vöglein singen neubelebt Im Thale und auf Höhen. Und Dichterlust Schwellt ihm die Brust, Auch er will Gott befingen, Es drängt ihn heiß Zu Jesu Preis Im Lied sich aufzuschwingen. Ihn lockt es zu dem Walde hin, Zum Walde bei Marien, Wo jenseits Felsenwände zieh'n Und sonn'ge Hügel glühen. Ein Echo schallt In diesen Wald Vom nahen Fels herüber: Hier ist er gern, Der Welt gar fern, Kein Pläßchen ist ihm lieber. Dort rauscht vorbei der Moselfluß In lieblichem Gebrause, Einst wohnte Hieronymus Jenseits in einer Klause. Die Klause blinkt, Die Klause winft Ihm hold als Augenweide; Ein Brünnlein klingt, Ein Bachlein springt Im Gras an seiner Seite. Der Siß ist still und anmuthreich, Ist günstig für die Musen: Spee zieht in Gottbegeistrung gleich Gin Täflein aus dem Busen. Es wird sein Stift, Gespißt zur Schrift, Nicht lange müssig bleiben. Sein Herz erglüht, Sein Auge sprüht, Schon fängt er an zu schreiben: ,,In grünem Wald ich newlich saß, Gen einer steinen klaufen; Da kam durch zartes laub, und Graß Ein sanstes Windlein sausen. Ein Brünnlein klar Beyseiten war, So frisch, und fröhlich spriget; Ein Bächlein rein, Auch eben sein Von hohem Felsen schwiget. ,,Der schöne Frühling schen begund, Es war im halben Merzen, Da seuffzet ich von Seelengrund, Der Brand mir schlug vom Herzen. Ich JESUM rieff Auß Herzen tieff: Ach JESU thet ich klagen; Da gund es bald, Auch auß dem Wald Ach JESU deutlich sager. ,,Gar laut es mir zun Ohren kam, Dacht iemand war im Walde: Michs drum nitt also wunder Nahm, Noch merckets also halde. Ich sah mich umb, Und wieder umb, Ach JESU rieff beyneben: Alßbald in eyll, Wie schneller pfeil Ach JESU rieff es eben. „Ich dacht es wurd auch iemand sein, Den JESU Lieb mögt brennen: Und sprach: nun bin ichs nitt allein, Ach mögt ich ihn dan kennen! Ich rieff Hola? Und schnell Werda? Ob leut fürüber giengen: Da thats Hola? Und schnell Werda? Im selben ton erklingen.“ So schreibt er zwanzig Strophen ein In seines Täfleins Blätter, Umlacht vom hellsten Sonnenschein, Vom schönsten Frühlings - Wetter. Und das Gedicht Vergaß er nicht, Truß-Nachtigall zu lehren; Die singt es nach Seit jenem Tag, Dem lieben Gott zu Ehren.


Location: Trier





Das Wodansheer zu Rodingen

Legend number: 347 in Sagenschatz des Luxemburger Landes

Alte Leute aus Nodingen wissen noch zu erzählen, daß sie ehemals zu verschiedenen Zeiten des Jahres in der Lust fliegendes Feuer mit Musik wahrnahmen. Sogar am Allerheiligentage wurde diese Nachtmusik, auch Hexenmusik genannt, gehört. „Hörst du nicht", sagte eines Abends eine Frau zu ihrem Manne, „die herrliche Musik in den Straßen?" Der Mann lauschte und vernahm wirklich Musik und Gesang. Er öffnete sofort das Fenster und sieh, hoch in den Lüsten kan: ein großes Feuer dahergeflogen; mitten aus diesen: Feuer ließ sich prächtige Musik und schöner Gesang vernehmen. Nachdem der Zug übers Haus dahin geflogen, öffnete der Mann eines der Hinteren Fenster. Da sah er, daß über einem großen Weiher das Feuer plötzlich erlosch und Musik und Gesang verstummten. „Das war das wilde Heer", sagte der Mann, „welches hier seinen Durchzug hielt. Lehrer P. Humm


Location: Rodingen




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